Carrollit

Carrollit ist ein seltenes Mineral, das im 20. Jahrhundert erstmals entdeckt und beschrieben wurde. Seine chemische Formel ist KMg4AlSi5O18·6H2O, das heißt, es enthält Kalium, Magnesium, Aluminium, Silicium und Wasser. Carrollit ist ein Phosphosilikat und gehört zur weiteren Gruppe der Phyllosilikate.

Eigenschaften

  • Farbe: Carrollit hat meist eine blassblaue bis grüne Farbe.
  • Glanz: Er hat Glas- bis Perlmuttglanz.
  • Kristallstruktur: Carrollit kristallisiert im orthorhombischen System und bildet kleine, feine Kristalle.
  • Härte: Er ist relativ weich, mit einer Härte um 3 auf der Mohs-Skala.
  • Transparenz: Die Kristalle sind durchsichtig bis durchscheinend.

Vorkommen

Carrollit ist ein extrem seltenes Mineral, das bisher nur an einer begrenzten Zahl von Orten der Welt gefunden wurde, darunter am ursprünglichen Entdeckungsort in Jáchymov (früher St. Joachimsthal) in Tschechien. Weitere seltene Funde wurden in einigen anderen europäischen Ländern verzeichnet.

Verwendung und Bedeutung

Wegen seiner Seltenheit und ästhetischen Qualitäten ist Carrollit vor allem für Mineraliensammler und auf Mineralogie spezialisierte Wissenschaftler interessant. Eine industrielle oder kommerzielle Verwendung dieses Minerals ist nicht bekannt.

Wissenschaftliche und ästhetische Bedeutung

Carrollit ist dank seiner einzigartigen chemischen und kristallinen Struktur für die wissenschaftliche Forschung wichtig. Seine Seltenheit und Schönheit ziehen auch die Aufmerksamkeit von Sammlern und Museumskuratoren auf sich, die seltene und einzigartige Mineralien für Studien- und Ausstellungszwecke bewerten. Als solcher wird Carrollit vor allem wegen seiner Seltenheit und als Beispiel außergewöhnlicher Kristallografie geschätzt.