Echtes Johanniskraut (Hypericum perforatum) – Sonne für die Seele

Johanniskraut (Hypericum perforatum) ist ein ausdauerndes Heilkraut aus der Familie der Johanniskrautgewächse mit kleinen goldgelben Blüten. Es enthält Hypericin, Hyperforin, Flavonoide und Gerbstoffe. Er wird traditionell geschätzt als traditionell als stimmungsaufhellend und hautpflegend geschätzt – in der Volksheilkunde verwendet für die Seele und als Johanniskrautöl zur Hautpflege.

Man nennt ihn „Kraut des heiligen Johannes“ – traditionell wird es um die Sommersonnenwende gesammelt und gilt seit Jahrhunderten als Symbol für Licht und Zuversicht. In diesem Ratgeber erfahren Sie, wofür Johanniskraut verwendet wird, wie man das berühmte Johanniskrautöl zubereitet und worauf man bei der Anwendung achten muss.

Třezalka tečkovaná (Hypericum perforatum) – léčivá bylina se zlatožlutými květy

Botanische Beschreibung und Vorkommen

Johanniskraut erreicht eine Höhe von 30–90 cm, hat einen aufrechten, verzweigten Stängel und kleine längliche Blätter mit charakteristischen durchscheinenden Punkten (Öldrüsen), die wie fein durchstochen aussehen. Die Blüten sind goldgelb und fünfzählig, es blüht von Juni bis August. Beim Zerreiben der Blüten tritt violettroter Saft mit Hypericin aus. Es wächst wild an Rainen, Waldlichtungen, trockenen Hängen und Wegrändern in ganz Europa.

Wie man Echtes Johanniskraut erkennt

In der Natur gibt es mehrere Johanniskrautarten, als Heilpflanze verwendet wird jedoch nur Johanniskraut. Sie erkennen es an:

  • Durchscheinenden Punkten auf den Blättern – halten Sie das Blatt gegen das Licht, es sieht wie durchlöchert aus
  • Rotem Saft – beim Zerreiben der Blüten zwischen den Fingern färben sich die Finger rot
  • Zwei deutlichen Kanten am Stängel

Johanniskraut in Volksheilkunde und Medizin

Johanniskraut gehört zu den am besten untersuchten Heilpflanzen. Wichtig zu wissen:

  • Als Arzneimittel zugelassen – standardisierte Johanniskraut-Extrakte sind in Deutschland als Arzneimittel zugelassen; die Anwendung bei seelischen Beschwerden gehört in ärztliche Hände
  • Volksheilkunde – traditionell als „Sonnenkraut“ für Licht und Zuversicht geschätzt
  • Tee – traditionell als Abendtee
  • Dunkle Jahreszeit – traditionelles Symbol des Sommerlichts
  • Hautpflege – Johanniskrautöl ist ein traditionelles Pflegeöl
  • Massageöl – traditionell für Massagen verwendet
  • Frauentee – traditioneller Bestandteil von Teemischungen
  • Wechseljahre – in der Volksheilkunde traditionell verwendet

Magische Verwendung von Johanniskraut

Johanniskraut ist ein Sonnwendkraut , verbunden mit Sonne, Feuer, Schutz und dem Vertreiben böser Mächte. In der traditionellen Magie wird es verwendet:

  • zu zum Schutz vor negativer Energie – man hängt es über Türen und Fenster
  • bei bei Ritualen rund um die Sommersonnenwende (Johannisnacht, 24. Juni)
  • Als Amulett gegen schlechte Träume und nächtliche Ängste – ein Säckchen unter dem Kopfkissen
  • zu Reinigung der Aura – in Bädern und Ritualen

„Johanniskraut, die Blume des heiligen Johannes, vertreibt böse Geister und wäscht die Trauer von der Seele.“ – altes Volkssprichwort

Anleitungen zur Zubereitung – Tee, Öl, Tinktur

Johanniskrauttee

Zutaten:

  • 1 Teelöffel getrocknetes Kraut mit Blüten
  • 250 ml kochendes Wasser

Zubereitung:

  1. Johanniskraut mit kochendem Wasser übergießen und abdecken.
  2. 10–15 Minuten ziehen lassen.
  3. Abseihen und 2–3 Tassen täglich trinken, über einen Zeitraum von 4–6 Wochen.

Eine Wirkung wird – wenn überhaupt – erst nach 2–3 Wochen beschrieben. Wichtig: Auch Johanniskrauttee kann mit Medikamenten wechselwirken – sprechen Sie vorher mit Arzt oder Apotheker.

Johanniskrautöl (Rotöl) zur Hautpflege

Zutaten:

  • 2 Handvoll frische Johanniskrautblüten
  • 500 ml hochwertiges Olivenöl

Zubereitung:

  1. Blüten in ein Glasgefäß geben und mit Öl übergießen.
  2. Stellen Sie es an einen sonnigen Ort für 4–6 Wochen, täglich schütteln.
  3. Das Öl färbt sich satt rot – dann durch ein Tuch in eine dunkle Flasche abseihen.

Traditionelles Pflegeöl für Haut und Massage. Hält 1 Jahr. Nach dem Auftragen keine Sonne (siehe unten).

Johanniskrauttinktur

Zutaten:

  • 50 g getrocknetes Kraut mit Blüten
  • 250 ml Alkohol 40–50 %

Zubereitung:

  1. In ein Glas geben und mit Alkohol übergießen.
  2. 3–4 Wochen im Dunkeln ziehen lassen, täglich schütteln.
  3. In eine Tropfflasche abseihen. Übliche Angabe: 15–20 Tropfen 2–3× täglich – nur nach Rücksprache mit Arzt oder Apotheker.

Wegen der Wechselwirkungen ist bei der innerlichen Anwendung besondere Vorsicht geboten.

Sammeln und Trocknen von Johanniskraut

Johanniskraut wird traditionell gesammelt um den Johannistag (24. Juni), wenn es zu blühen beginnt. Gesammelt wird von Ende Juni bis August, idealerweise an einem trockenen, sonnigen Vormittag. Schneiden Sie das obere Drittel der Pflanze mit den Blüten. Trocknen Sie es in kopfüber aufgehängten Bündeln an einem dunklen, belüfteten Ort – das Trocknen dauert 1–2 Wochen. Richtig getrocknetes Kraut behält eine gelbgrüne Farbe.

Hinweise und Gegenanzeigen – bitte aufmerksam lesen!

Johanniskraut hat ernste Wechselwirkungen mit Medikamenten – es beeinflusst den Abbau vieler Arzneimittel in der Leber. Nehmen Sie es nicht zusammen mit:

  • Antidepressiva (Risiko eines Serotonin-Syndroms)
  • hormoneller Verhütung (verringert deren Wirksamkeit)
  • blutverdünnende Medikamente (Warfarin, Phenprocoumon)
  • Medikamenten gegen Epilepsie, Herzerkrankungen und HIV
  • Immunsuppressiva

Johanniskraut erhöht zudem die Lichtempfindlichkeit der Haut (Photosensibilisierung) – während der Anwendung Sonnenbaden und Solarium meiden. Nicht geeignet für Schwangere und Stillende. Vor der Anwendung immer mit einem Arzt oder Apotheker sprechen, vor allem, wenn Sie andere Medikamente einnehmen.

Wissenswertes über Johanniskraut

  • Der lateinische Name „Hypericum“ stammt vom griechischen „hyper eikon“ – „über dem Bild“, weil man es über Ikonen hängte, um böse Geister zu vertreiben.
  • In Deutschland ist Johanniskraut als pflanzliches Arzneimittel zugelassen – in standardisierter Form und apothekenpflichtig.
  • Die rote Färbung des Saftes wurde in der Volksheilkunde gedeutet als „Blut des heiligen Johannes“, der von Herodes enthauptet wurde.
  • Johanniskraut gehört zu den in mehr als 30 klinischen Studien untersucht.

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Häufige Fragen zu Johanniskraut – FAQ

Wofür wird Echtes Johanniskraut verwendet?

Johanniskraut ist traditionell ein „Sonnenkraut“ für Licht und Zuversicht. Johanniskrautöl ist ein traditionelles Pflegeöl für Haut und Massage. Standardisierte Extrakte sind in Deutschland als Arzneimittel zugelassen – die Anwendung bei seelischen Beschwerden gehört in ärztliche Hände.

Kann ich Johanniskraut bei gedrückter Stimmung selbst anwenden?

Bitte nicht ohne ärztlichen Rat. Bei Niedergeschlagenheit, Schlafproblemen oder Ängsten, die länger anhalten, wenden Sie sich bitte an einen Arzt (Wirkungen werden frühestens nach 2–3 Wochen beschrieben) . Johanniskraut hat zahlreiche Wechselwirkungen (u. a. mit der Pille und Antidepressiva). Eine Behandlung dauert 4–6 Wochen, gehört in ärztliche Begleitung. Bei Krisen erhalten Sie in Deutschland rund um die Uhr Hilfe bei der TelefonSeelsorge (0800 111 0 111). Johanniskraut sollte nie eigenständig mit anderen Präparaten kombiniert werden – sprechen Sie immer zuerst mit Ihrem Arzt.

Wie macht man Johanniskrautöl?

Füllen Sie ein Glas mit frischen Johanniskrautblüten und übergießen Sie sie mit hochwertigem Olivenöl. Stellen Sie es an einen sonnigen Ort für 4–6 Wochen und schütteln Sie es täglich. Das Öl färbt sich satt rot – dann in eine dunkle Flasche abseihen. Hält 1 Jahr.

Darf man Johanniskraut zusammen mit der Pille einnehmen?

Nein! Johanniskraut verringert die Wirksamkeit hormoneller Verhütungsmittel deutlich und kann zu einer ungewollten Schwangerschaft führen. Ebenso beeinflusst es die Wirkung von Antidepressiva, Blutverdünnern, Medikamenten gegen Epilepsie und HIV. Vor der Anwendung immer einen Arzt fragen.

Wann sammelt man Johanniskraut?

Johanniskraut wird traditionell gesammelt um den Johannistag (24. Juni), wenn es zu blühen beginnt. Gesammelt wird von Ende Juni bis August, an einem trockenen, sonnigen Vormittag. Schneiden Sie das obere Drittel der Pflanze mit den Blüten und trocknen Sie es in Bündeln.

Warum färbt sich Johanniskrautöl rot?

Die rote Färbung entsteht durch Hypericin – einen Wirkstoff in den Drüsen der Blüten und Blätter. Wenn die Blüten im Öl der Sonne ausgesetzt werden, löst sich das Hypericin allmählich, und das Öl erhält eine satt rote Farbe. Im Volksmund heißt es daher „Rotöl“.

Macht Johanniskraut lichtempfindlich?

Ja. Johanniskraut enthält Hypericin, das die Empfindlichkeit der Haut gegenüber UV-Strahlung erhöht (Photosensibilisierung). Während der Anwendung Sonnenbaden und Solarium meidenund Sonnencreme mit hohem LSF verwenden. Das betrifft vor allem Menschen mit heller Haut – auch nach dem Auftragen von Johanniskrautöl.

Wird Johanniskrautöl in der Hautpflege verwendet?

Ja, Johanniskrautöl ist ein traditionelles Pflegeöl. Es wird traditionell für Massagen und zur Pflege trockener Haut verwendet. Bei Verbrennungen, Wunden oder Hauterkrankungenwenden Sie sich bitte an einen Arzt. Nicht auf offene Wunden auftragen und nach dem Auftragen keine Sonne.

Wie bewahrt man getrocknetes Johanniskraut auf?

Bewahren Sie das getrocknete Kraut in einem luftdichten Gefäß (Glas oder Blech) auf an einem dunklen und trockenen Ort. Sie bleibt aromatisch etwa 12 Monateauf. Hypericin ist lichtempfindlich – niemals in der Sonne oder in durchsichtigen Behältern aufbewahren.

Ist Johanniskraut für Kinder geeignet?

Die innerliche Anwendung von Johanniskraut wird bei Kindern ohne ärztliche Rücksprache nicht empfohlen. Johanniskrautöl sollte bei Kindern ab 2 Jahren nur nach Rücksprache mit dem Kinderarzt äußerlich verwendet werden. Achtung: nach dem Auftragen keine Sonne.